Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie IT Strategie.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Aug | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ||
| 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
| 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 |
| 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 |
| 27 | 28 | 29 | ||||
15.8.2011 von Thomas Bormuth.
Ein Unternehmen in einer Marktwirtschaft hat als Geschäftszweck Gewinn zu erwirtschaften. Das bedeutet, man nimmt mehr Geld ein als ausgegeben wird. Daraus wiederum ergibt sich, dass man sich optimiert, indem man Geld einspart und/oder mehr Geld einnimmt.
Auf die IT bezogen gilt in der Regel ersteres. Da Unternehmen direkt mit IT Investitionen nicht mehr einnehmen, gibt es eher die Tendenz des Einsparens. Bei IT Investitionen sind das mehr an Geschäftseinnahmen häufig nur indirekt und dadurch schwer messbar. IT Ansprechpartner tun sich auch schwer diese Mehreinnahmen eindeutig aufzuzeigen. Einsparungen hingegen lassen sich relativ einfach definieren und daher scheint dies häufig der einfachere und bessere Weg zu sein. Viele erinnern sich vielleicht noch an die Zeiten, als die IT zum Selbstzweck ernannt wurde und Investitionen per se als richtig und gut für die Unternehmen angesehen wurden. Das soll sich so nicht wieder wiederholen.
Das vorher gesagte gilt insbesondere für die IT Infrastruktur. Diese liegt allen eingesetzten Technologien zu Grunde und kann in der Regel keiner einzelnen Anwendung eindeutig zugeordnet werden. Aufgrund dieser Situation, ist es noch schwieriger diese Kosten irgendwelchen Mehreinnahmen gegenüberzustellen. Vor Allem, weil diese Mehreinnahmen in der Regel auf Effizienzgewinne bei der Nutzung von anderen IT Lösungen durch Anwender zurückzuführen sind. Sinnvolle Investitionen in IT Infrastrukturen außerhalb von Instandhaltungsmaßnahmen sind also insgesamt schwer in Unternehmen zu argumentieren.
Auf der anderen Seite wirken Berechnungen über den ROI von Infrastruktur Lösungen, wenn sie denn überhaupt angestellt werden, häufig sehr konstruiert. Wenn sich beispielsweise mehrere 100 T€ Investitionen in ein neues E-Mail System innerhalb von einem halben Jahr amortisieren, dann klingt das schon sehr fraglich. Vor allem wenn wesentliche Teile der zu erwartenden Kosten wie beispielsweise die Kosten eines Parallelbetriebes in die Berechnungen nicht mit einbezogen werden.
Es ist nachvollziehbar, dass Anbieter und Dienstleister von IT Infrastrukturlösungen ihre Produkte verkaufen müssen. Allerdings sorgen unseriöse Beispielrechnungen zu Recht für Misstrauen bei Kunden und Unternehmen und dadurch werden notwendige Innovationen erst einmal auf die lange Bank geschoben. Dies gilt erst Recht, wenn die Untersuchungen von sogenannten unabhängigen Marktforschungsinstituten durchgeführt werden, diese allerdings von den Anbietern direkt bezahlt werden.
Geschrieben in IT Strategie | Keine Kommentare »
28.6.2011 von Thomas Bormuth.
Ist die IT Strategie definiert, muss jede Änderung an der für das Unternehmen bereitgestellten IT an ihr gemessen werden. Und für jedes Realisierungsprojekt einer neuen Lösung, muss sie die Basis der Entscheidungskriterien sein. Das heißt jedes Projekt muss sich folgenden Fragen stellen:
· Welche neuen Technologien mit welchen Merkmalen stehen zur Umsetzung der Anforderung zur Verfügung?
· Gibt es neue Technologien, die Innovationen in Geschäftsabläufen ermöglichen oder sogar neue Geschäftsfelder ermöglichen?
· Wie und durch wen wird diese Lösung bereitgestellt, on premis, cloudbasiert (public oder private) oder in einer Mischform?
· Welche Service Level müssen garantiert werden, um den Geschäftsablauf zu gewährleisten?
· In welchen Geschäftsbereichen, sind IT Investitionen für das Unternehmen am effektivsten?
· Welche Möglichkeiten nutzt der Wettbewerber und wie profitiert er davon?
· Kurzum, welche Lösung unterstützt am besten die Unternehmensstrategie?
Das heißt es wird eine strukturierte und methodische Vorgehensweise benötigt, die auf fachlicher und technischer Ebene beurteilen kann, welche Auswirkungen Systemänderungen für das Unternehmen haben und wie Projekte im Gesamtzusammenhang der IT Strategie stehen.
Geschrieben in IT Strategie | Keine Kommentare »
27.6.2011 von Thomas Bormuth.
Die Anforderungen an die Bereitstellung von IT Lösungen in Unternehmen werden immer komplexer. Das hat zum Einen damit zu tun, dass eine enge Verzahnung unterschiedlicher Geschäftbereichen mit immer kurzfristigeren Realisierungsanforderungen technisch umgesetzt werden müssen und zum anderen neue Technologien im privaten Umfeld der Anwender einen immer größeren Einfluss haben. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter aus dem häuslichen Bereich gewohnt sind, zum Beispiel speicherintensive und always-on Technologien preiswert und schnell bereit gestellt zu bekommen und das wird daher auch im Unternehmensumfeld von den IT Abteilungen erwartet. Im geschäftlichen Umfeld existieren allerdings umfangreichen Anforderungen, insbesondere in den Bereichen Security und Verfügbarkeit, die erfüllt werden müssen.
Daraus ergeben sich im Grunde drei wesentlichen Parameter für die Arbeit der IT Bereiche im Unternehmen:
· Kostenreduzierung: Dies kann hauptsächlich durch die Vereinfachung und Konsolidierung der bereitgestellten IT Plattformen, Anwendungen und Prozesse erreicht werden.
· Flexibilität: Die IT muss mit den bereitgestellten Lösungen schnell und flexibel auf neue Anforderungen aus den Businessbereichen reagieren können.
· Service Level: Das Kerngeschäft der Unternehmen wird immer abhängiger von einer funktionierenden IT, daher müssen Sicherheit und Stabilität in angemessener Qualität garantiert werden.
Alle drei Parameter konkurrieren miteinander. Hoher Verfügbarkeit ist in der Regel teuer und unflexibel. Eine hohe Flexibilität gefährdet die Stabilität durch häufige Anpassungen und ist im Betieb teuer. Daher müssen häufig Kompromisse bei der Verfügbarkeit und Flexibilität eingegangen werden, wenn der Kostendruck hoch ist.
Eine funktionierende IT Strategie, muss also einen Ausgleich zwischen allen drei Anforderungen schaffen, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Unternehmensstrategie.
Geschrieben in IT Strategie | Keine Kommentare »